Warum herrscht in Deutschland eigentlich Medien-Konsum-Zwang?

Das Verbot sich gegen den staatlich verordneten Medientrichter mitsamt Zwangs-Gebühr zur Wehr zu setzen, kann als Fortsetzung einer alten Methoden mit neuen Inhalten verstanden werden. Und am Ende könnte etwas ganz Neues stehen, eine Macht mit großer Überzeugungskraft, etwas, gegen das sich kein Bürger, keine Bevölkerung je mehr zur Wehr wird setzen können: die Künstliche Intelligenz (AI) Ein Zwangssystem folgt dem anderen. Aus Menschen-Dressur wird Menschen-Zucht

Woran erinnert mich das nur ?

Hanna Rheinz, Publizistin

Von der GEZ (Gebühreneinzugszentrale) zum Beitragsservice

Als die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten im Jahr 2013 die GEZ abschafften, um per “Beitragsservice” eine vermeintlich gerechte Besteuerung aller einzuführen, geriet der Anspruch, die Bürger mit Programmen zu versorgen außer Kontrolle. Für mich war dies der Augenblick, alle Empfangsgeräte zu entfernen. Es lebt sich sehr gut ohne das deutsche Fernsehen-und Radioprogramm. Dies war nicht immer so. Früher erschien mir das deutsche System mit seinen Qualitätsprogrammen der BBC vergleichbar. Ein Rückzugsort der Kultur in den Zeiten der banalen Privatsender. Dies veränderte sich. Die öffentlich-rechtlichen Sender beugten sich dem selbst suggerierten Diktat Programme für die “Mehrheiten” machen zu müssen. Die Folge waren immer kürzer werdende Inhalte, deren wichtigstes Ziel es wurde, Gelächter auszulösen. Cave Beunruhigung! Wenn schon nachdenken, dann nur in gelenkten Bahnen. Die Nachrichtensendungen wurden auf Kindergarten-Niveau abgesenkt. Schönrede-Programme als soziales Sedativ per Staatsvertrag verordnet, Programme, die allzu oft die Intelligenz der Nutzer beleidigten. Daß viele Printmedien nachzogen, alles per Edutainment veralbert und verwässert wurde, hat zum Umbau, ja Verlust der früheren Vielfalt beigetragen. Vom Edutainment ging es auf geradem Weg zum Ende der Vielfalt. Und heute? Hunderttausende versuchen den Ausstieg aus der medialen Zwangsfütterung. Und werden ohne je einen Abo-Vertrag unterschrieben zu haben, zu Schuldnern des “Beitragsservices”, dessen einziger “Service” ist, das Geld aller, also Nutzer wie Nicht-Nutzer, einzutreiben. Mit der Macht der Eintreibe-Bürokratie von Sendeanstalten und Kommunen können die pauschal zu Nutzern erklärten Bürger bis in die Existenzvernichtung hinein getrieben werden. Oder zu Haftstrafen wegen Medienzahlungsverweigerung. Da es faktisch keine Härtefallregelung mehr gibt, macht das System keinen Unterschied zwischen dem Bezieher einer Minirente, der das Geld nicht hat, dem Doppelverdiener-Haushalt oder der Drogeriemarkt-Kette. Die Erosion der rechtstaatlichen demokratischen Grundlagen dieses Landes ist in vollem Gang. In kafkaesker Manier werden die Bürger mit Zahlungsaufforderungen und Festsetzungsbescheiden traktiert, die eines gemeinsam haben: sie entbehren der andernorts im Geschäfts- und Gebührenleben üblichen Gepflogenheiten: Leistungen kaufen oder nicht kaufen. Verträge abschließen, oder sie ablehnen dürfen. Rechnungen erhalten, die Leistungen auflisten und die Zahlungsempfänger mit Namen nennen. Der “Beitragsservice” und die Sendeanstalten der Länder agieren, per Staatsvertrag legitimiert, anonym. Es werden weder die in Rechnung gestellten Leistungen benannt, noch die Empfänger der Zahlungen. Es wird die Illusion erzeugt, es handele sich um die Zahlung an ein Amt oder eine Behörde wie dem Finanzamt. Im Geschäftsleben nennt man eine solche Strategie Betrug.

Altes, neues Deutschland

Daß die Bundesrepublik einst gegründet wurde in der Absicht, den Bürgern und Bürgerinnen dieses Landes eine demokratische Verfassung zu geben als SCHUTZ vor einem Unrechts-Regime wie es der Nationalsozialismus war, ist in Vergessenheit geraten. Vor allem jener wichtige Umstand, daß jeder Bürger ein Recht auf Widerstand gegen Unrechtssysteme und deren Propaganda hat. Doch das Recht zu diesem Medien-Vertrag auch NEIN sagen zu dürfen, ist im deutschen “Rechtsstaat” abgeschafft worden. Stillschweigend sind die Nutzer der deutschen Sendeanstalten entmündigt worden. Wie Patienten, die nicht mehr geschäftsfähig sind, dürfen sie ihre mediale Zwangsversorgung nicht ablehnen, sondern müssen sie klaglos erdulden. Sie haben ihr Recht NEIN zur Zwangsfütterung zu sagen, verwirkt. Was bleibt ist ihre Pflicht zu zahlen: Der zwangsgefütterte Leistungsempfänger ist wie die Gans, die so lange durch Trichter, Schläuche und Kanäle vollgestopft wird, bis sie verendet. Darf ein Staat seine Bürger dazu zwingen, die staatlich geförderten Medienangebote abonnieren zu müssen? Und wenn dies geschieht, wie hier und heute in der Bundesrepublik Deutschland – IN WELCHER ART STAAT LEBEN WIR DANN? Und was geschieht, wenn dieser Staat und seine Medienanstalten per Staatsvertrag die Rechtmäßigkeit dieses Vorgangs vortäuschen? Wenn er die Bürger dazu zwingt ihre Wohnungen vulgo Haushalte bzw. Betriebsstätten mit Medienempfangsgeräten auszustatten, damit das staatlich verordnete Programm empfangen werden kann?

Die alte Version ist wieder aktuell: Gepflogenheiten von Diktaturen
Wenn der Bürger versucht sich dagegen zu wehren, wird das Geschäftsmodell in bizarrer Weise erweitert. Nicht was ist oder nicht ist, zählt; Es genügt die Unterstellung, daß von der Wiege bis zum Grab jeder Bürger am Tropf des Medienempfangsgeräts hängt. Was zählt ist die Definition des längst wieder zum Untertanen gewordenen Bürgers, der per staatlicher Verordnung allzeit empfangsbereit zu sein hat, egal ob er sich in der Wohnung oder im Auto, auf der Erde oder in der Luft aufhält. Er ist empfangsbereit und folglich zahlungspflichtiger Mediennutzer. Die Möglichkeit Nein zu sagen, ist sang- und klanglos abgeschafft worden.
Sind dies nicht die Gepflogenheiten von Diktaturen?
Ohne dies zu beabsichtigen, sind wir alle wieder da gelandet, wo sicherlich keiner von uns je hin wollte: Die staatlich angeordnete Medien-Zwangsfütterung darf ums Verrecken nicht verweigert werden.

Von der DDR zur BRD-Bevormundung
Seit der Wiedervereinigung und der rabiaten Abwicklung der DDR ist das Land zu einem demokratie-fernen Zwitter von Einheitsmacht, Entmenschlichung und autoritäter Propaganda verkommen. Mit Orwell`scher Note. Sich der peinlichen Polit-und Kommerz-Propaganda entziehen, die seit Jahrzehnten von den einst unabhängig wirkenden, nun im Staatsdienst auftretenden Anstalten “ARD, ZDF, DR” ausgeht, geht nicht. Was sich hier “öffentlich” und “rechtlich” nennt ist inhaltlich nichts anderes als bedingungslose Gleichschaltung. Die Kommunen, einst Vertreter ihrer Bürger, also auch jener mit eigenen Meinungen, haben sich zu Erfüllungsgehilfen der Staatsmedienanstalten gemacht.

Nur Republikflucht würde das Problem lösen. Oder Selbstaufopferung nach antiken Vorbildern. Für die Freiheit und andere Werte untergehen, kommt offenbar in keinem Zeitalter aus der Mode. Doch vor der Vollstreckung unter den Bedingungen der öffentlich-rechtlichen Hinrichtung, steht die Verteidigung. Eigentlich. Denn genau besehen ist die Verteidigung längst abgeschafft worden. Auf dem Papier leben wir in einem Rechtsstaat. Der hat allerdings den kleinen Makel, daß auch Richter, die im Namen des Volkes urteilen, nichts anderes als Bedienstete des Staates sind und zum Nutzen des Staates und nicht seiner Menschen handeln, was m.E. am Beispiel der geichgeschalteten Zwangsgebühren besonders deutlich wird.

“Abweichler” gehören nicht zu uns

Abweichler, Außenseiter – Bezeichnungen, die an Verfolgung, Diskrimierung und Menschenrechtsverletzungen erinnern. Zum Beispiel in China, Russland, in Ländern, die von deutscher Warte aus gerne als Diktaturen bezeichnet werden.
Mitbürger, die sich der Nutzung von Medien und Elektronikgeräten entziehen, die weder ein Auto haben, noch ein Smartphone, und ihre Zwangsfütterung mit Informationen ablehnen, werden als Abweichler des öffentlich-rechtlichen Sendeangebots von ARD, ZDF und Deutschlandradio behandelt. Das (Menschen)Recht auf eigene Wahl ist einkassiert worden. Ausgerechnet in einem Land, dessen Geschichte im letzten Jahrhundert von zwei Diktaturen aus der Bahn geworfen wurde. Dies läßt Zweifel daran aufkommen, ob die immer wieder angemahnte Vergangenheit wirklich jemals einer ehrlichen Analyse unterzogen worden ist.

Zum Beispiel von Kanzlerin Merkel. Sie ist ein Kind der DDR. Dies hätte Anlaß zu Diskussionen sein können. Erziehungsideale West versus Ost? Auf Augenhöhe. Kein Bedarf. Stattdessen wurde alles, was mit dem ungeliebten Ost-Erbe zu tun hatte, verfemt und brutal abgewickelt. Wer sich nicht wegduckte und die DDR sogar wegen irgendetwas verteidigte, hatte nichts mehr zu melden. Gab es vor der Wende etliche Druckerzeugnisse in denen Meinungen kontrovers diskutiert werden konnten, genannt sei das “Kursbuch”, das vom Nachfolger seines Gründers (u.a. Hans Magnus Enzensberger) sang- und klanglos abgewickelt worden ist, schrumpfte nach der Wende die Zahl der Intellektuellen, die noch zu Wort kommen durften. Trotz der massiven Veränderungen in diesem Land fehlte die öffentliche Auseinandersetzung. Das im Turbo-Modus zwangsvereinigte Land wirkte wie in einer geistigen Schockstarre. In gewissem Sinn hat Deutschland sich von dieser Lähmung noch immer nicht befreit.

So gelang es, ohne daß die Öffentlichkeit dies wahrgenommen hätte, nach der Preisverleihung an eine amerikanische Soziologin, in Nacht- und Nebelaktionen bewährte und wissenschaftlich fundierte Konzepte der Pädagogik und Psychologie auszuhebeln und durch Vorstellungen zu ersetzen, die der neuen Generation noch nicht einmal die Beständigkeit der eigenen Geschlechtsidentität erlaubt. Heute ist “Gender Mainstreaming” längst in Kindergärten angekommen, obwohl sich die Zahl der Konflikte, die mit der sexuellen Identität zu tun haben, im einstelligen Bereich bewegt und erst im Erwachsenenalter auftritt. Daß sich dies rasch ändert, ist das Ziel der neuen kindgerechten Psycho-Programme: Suggestion und Manuípulation.

Es wurden Praktiken umgesetzt, die bewährte Lernkonzepte auf das Niveau von Verkaufsstrategien reduzierten. Eine Kompetenz erwerben hat ein Verfallsdatum: Wenn das Arbeitsgerät von seinem Nachfolger, dem der Status der “Generation” zugestanden wird, überholt wird, kann der Mensch einpacken. Der soll sich lebenslang an die in immer kürzer werdenden technischen Neu-Auflagen anpassen. Wir reden hier nicht von hochqualifizierten und ebenso bezahlten Arbeitsplätzen in Spezial-Laboren, sondern von künstlich verkürzten Lebenszyklen, die weltweit Milliarden Menschen betreffen, darunter das Heer der “Self-Employed” , die diese Geräte selbst finanzieren müssen.

Die Forderung der lebenslangen Selbstanpassung des Menschen an Digitalgeräte und Programme heißt: Kaum erworbene Kompetenzen werden mit Einführung eines neuen Produktes über Bord geworfen. Oft waren die zur Verschrottung anstehenden Gerätschaften noch gar nicht abbezahlt. Die Menschen machen die Erfahrung, daß nichts mehr wert ist, weiter gegeben zu werden. Weder Kompetenzen noch Dinge. In kürzester Zeit ist alles schon nicht mehr aktuell und somit unbrauchbar. Die neueste Version ist das einzige, was zählt. Das Prinzip des lebenslangen Lernens ist pervertiert worden; heute steht es in Diensten der Ablenkung und der Profitmaximierung.

Wer sich alle paar Jahre an neue Betriebssysteme und Gerätetypen anpassen muß, kann schon heute als nachrangig, als Handlanger gelten. Wie heißen die Chefs? Bill Gates oder Elon Musk erscheinen längst selbst als Getriebene.

Natürliche Intelligenz? Wie unaufhaltsam ist dein Niedergang

Warum also WIderstand gegen die Zwangsgebühr? Warum jahrelange Widersprüche, Argumente, Lektüre der einschlägigen Urteilsbegründungen, Beratungen bei Anwälten? Warum werfe ich die Anschreiben der GEZ ungeöffnet in die Altpapiertonne? Warum zahle ich unter Vorbehalt, nachdem wieder einmal die Zwangsvollstreckung angedroht wird wegen einer Medienzwangsfütterung, die ich – mit Millionen anderen – verweigere? Warum behandelt dieser Staat und die zu Komplizen und Vollstrecker handelnden Gemeinden seine Bürger wie Tiere, die mit Gewalt den Futtertrichter in den Schlund gesteckt bekommen – was nicht-menschlichen Tieren gegenüber gemäß Tierschutzgesetzgebung inzwischen verboten ist…

Die Sprache wird abgewickelt, der Inhalt ist bereits tot

Die Rechtschreibreform, einst ein stillgelegtes Nazi-Projekt, wurde von einer Handvoll Bürokraten wiederbelebt und durchgezogen. Die Ziele kamen menschenfreundlich einher. DIe nächste Generation fördern. Steine aus dem Weg räumen. Die komplexer werdende Welt wieder verständlich machen. Kinder nur ja nicht überfordern. Außerdem gibt es ja genug Lernprogramme, für die wenigen Interessierten. Die erworbenen und erlernten Sprachstrukturen und Gewißheiten wurden unterdessen systematisch zerbochen. Verbissen, allen Warnungen zum Trotz wurde die Sprachlogik zerstört, so als ging es darum einen Baum zu fällen.

Heute herrscht große Unsicherheit. Die neuen Regeln passen nicht zum Sprachempfinden, blockieren. Der Kreative steht zu seiner eigenen Rechtschreibversion. Und an den Schulen? Chaos. Sprachkometenz ist zweitrangig geworden. Kommunikationen finden heute anders statt. Brüllende Lehrer, viel zu oft handgreiflich werdende Schüler. Wer kann schickt sein Kind auf eine Privatschule. Dabei hat man doch alles leichter machen wollen. Wirklich?

Wie konnte es geschehen, daß sogar Mitglieder der Schriftstellerverbände erst relativ spät von den Verhandlungen erfuhren? Und die Reaktionen der Verbandsvertreter so verhalten blieben? Wieso haben die Schriftstellerverbände, die Zeitungen, die Verleger, die Brisanz dieser systematischen Angriffe auf die Kultur und die Sprache verschlafen? Kam hier nicht bereits die Ambivalenz zum Ausdruck, die viele Intellektuelle daran hindert die deutsche Kultur zu verteidigen? Eine Ministerin mit Migrationshintergrund wurde mit der Aussage zitiert, es gebe doch gar keine “deutsche Kultur”. Hier sind Tür und Tor aufgerissen worden, um Verunsicherung und Entfremdung zu fördern, nicht die Sprachkompetenz. Dabei ist die Bindung des Menschen an die eigene Sprache eine unverzichtbare Quelle , um die Sozialisation und die Personwerdung zu fördern. Die Orientierung in der Welt ist abhängig, inwieweit das Zusammenspiel von Sprache, Kognitionen und Gefühlen gelingt. Wer keine Sprache hat, kann sich nicht selbst erklären und kann sich nichts erklären. Gefühle und Impulse werden durch Denken und Sprache reguliert und zur Bewältigung des Zusammenlebens eingesetzt. An dieser wichtigen Schnittstelle zu drehen hat Auswirkungen, die weiter reichen, als Kindern andere Lernangebote zu machen.

Was folgte ist Verunsicherung. Die Schule, in früheren Zeiten oft als Zuchtanstalt gefürchtet, heute oft als Ort von Chaos, Vandalismus und Mobbing erfahren, hat sich selbst einer entscheidenden Kommunikationsmöglichkeit beraubt. Die wichtigsten Bildungsinstrumente und Kommunikationsmethoden der Menschen untereinander: miteinander reden und miteinander lesen, Lesen fördert das reden mit sich selbst – sind Digitalgeräten und Programmen gewichen. Je größer das Scheitern, desto lauter wurden die Stimmen nach weiterer Absenkung des Niveaus. Während Sprachcomputer ihre anfänglich auf der Stelle tretenden Sprachkompetenzen inzwischen so hochschraubten, daß sie bereits heute von keinem Menschen mehr eingeholt werden können, und zwischen Rezitieren eines Gedichts zur Erkärung der Quantentheorie wechseln, ist die Bevölkerung – von ihren Sendanstalten getrieben, immer bildungsferner positioniert worden. Die gesprochene, geschriebene Sprache, das Rezitieren von Gedichten, könnten demnächst vollends gestrichen werden.

Unterdessen formierten sich die öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fersehanstalten zu ihrem Generalangriff, um die mediale Gleischaltung dieses Landes und seiner Bewohner zu erwirken.

Problem gelöst …

Nur eines ist sicher: die Gewähr, von den öffentlich rechtlichen Sendeanstalten zu erfahren, was jeweils angesagt ist, was gesagt werden soll und wie es beurteilt werden muß. Die Nachrichtensendungen sind längst zu therapeutisch orientierten Unterrichtsstunden auf Grundschul-Niveau abgesenkt worden. Die Gesprächsführung als “Our Master`s Little Helper ” – ein willkommenes Soziales Sedativ.

Und wie müssen wir das nun verstehen?

fragt seither der eine Nachrichten-Moderator seine Kollegen, die daraufhin erläutern was fortan gemeint und gesagt werden soll.

Parallel zur kritiklosen Durchsetzung der Medienzwangsgebühr hat sich ein neues Menschenbild durchgesetzt und eine neue Menschen-Erziehung, die man durchaus Menschen-Dressur nennen kann.

 

Die Voraussetzungen und Bedingungen der Möglichkeit des selbstständigen Denkens und Urteilens werden in atemberaubender Geschwindigkeit eliminiert.

Wer sich die Stundenpläne und deren Umsetzung in den öffentlichen Schulen ansieht, erkennt, daß freie Meinungsbildung gar nicht mehr angedacht wird. Daß im Übermaß der Lerninhalte, die Zeit für das Verarbeiten, krittische Hinterfragen und reflektierende Bewerten fehlt. Geht ja nicht. Die Zeit dafür fehlt. Ebenso die Zeit sich selbst zu entwickeln und nicht am Gängelband der sozialen Medien und deren unnachgiebigen Verhaltenszwängen zu hängen.

Ebenso wie die Zwangsgebühr, werden auch Menschen heute daran gehindert, ihre Freiheiten wahrzunehmen und leben zu können. Etwa die Freiheit, sich in die eine oder andere Richtung frei entwickeln zu können. Dies jedoch wird heute in massiver Weise – gerade von den Medienangeboten, verhindert. Was auf der Strecke bleibt: Die eigene Urteilsfähigkeit. Die Fähigkeit Vertrauen in die eigenen Fähigkeit zu entwickeln, unabhängig vom Gefallenwollen, der Überanpassung an soziale Normen und Konsumhaltungen, die sich nach der jeweils höchsten “Likes“-Ausbeute richten. Emotionen, ungezügelt, unkontrolliert, unkontrollierbar. So sieht das Zeitalter Massenkommunikation aus. Das Display ist das verläßlichste Bindungs-Surrogat eines Menschenkindes geworden. Dies setzt sich lebenslang fort: Aus dem Lehrerer wurde das Lernprogramm. Von der Geburt bis zum Tod lenken uns Programme und Algorithmen.

Wo Selbstvertrauen, Ruhe und Urteilsfähigkeit fehlt, mangelt es am kompetenten Umgang mit Gefühlen. Bei den positiven mag es nicht so sehr auffallen, wer wird denn von exaltiert oder hysterisch reden, wenn sich jemand so nett freut?

Bei negativen Gefühle wie Ärger, Wut, Kränkung, Rache sind die sozialen Konsequenzen deutlicher erkennbar. Destruktive Verhaltensweisen, Gewalt, fehlende Empathie für andere, Selbstüberschätzung und fehlende Frustrationstoleranz. Fehlende Aufmerksamkeit, Konzentrationsfähigkeit, die Unfähigkeit sich Wissen anzueignen und aus Erfahrungen konstruktiv zu lernen, mangelhafte Impulskontrolle, leichte Beeinflußbarkeit durch andere, beliebige und wechselnde Werthaltungen können nicht nur die Gesellschaft, sondern die ganze Welt zerstören. Diese Veränderungen der Sozialstruktur als Folge einer zu kurz gekommenen, auf realer Erfahrung und realer Interaktion mit anderen entstandenen Persönlichkeitsentwicklung sind heute in vollem Gange. Auch die Folgen für die Allgemeinheit sind bereits heute erkennbar.

Das ganze Ausmaß der Fehlprägungen und Fehlentwicklungen wird auf Social Media Plattformen wie Facebook deutlich. Innerhalb weniger Jahre haben sich hier Kommunikationsweisen entwickelt, die jedwede Sozialkompetenz unterlaufen. Konflikte werden nicht gelöst oder diskutiert, sondern über Likes oder Ausschluß-Rituale vermieden und beseitigt. Gleichzeitig scheint die Belastbarkeit und Frustrationstoleranz zu sinken; angesichts der Vielzahl der Kontaktmöglichkeiten, ist es nicht mehr das Ziel bedeutsame andere Menschen zu finden, mit denen Probleme überwunden werden, sondern schwierig erscheinende Nutzer, die sich nicht gemäß der Normen und Klischees verhalten, werden per Click gelöscht.

Schon in wenigen Generationen und durch Förderung der Interaktion mit AI-Geschöpfen können die Erfahrungen und Kompetenzen über den Umgang mit realen Menschen verlernt und vergessen sein. Schon heute scheint vielen Menschen und Institutionen nicht mehr bewußt zu sein, wie schwierig der Umgang mit Menschen ist und wie lange es dauert – sogar unter besten Bedingungen wie Bindungsqualität, Empathie und individuelle Förderung – positive Entwicklungen zu erreichen. Wie lange es dauert bis Gemeinschaften zusammen wachsen und die Zeiten der Kriege und Streitigkeiten überwinnden. Die Zeitfenster des guten Umgangs miteinander können sich sehr schnell wieder schließen. Wie viele Jahrhunderte und Jahrtausende es dauert, bis Menschen zu einer Gemeinschaft werden und Fremde als Teil dieser Gemeinschaft akzeptiert werden. Gerade die Deutsche Geschichte zeigt wie schnell das Positive wieder zerstört werden kann!

Schon jetzt wird vergessen wie Menschen heranwachsen müssen, um seelisch gesund, kritikfähig und schöpferisch zu werden. Um sich nicht zu Sklaven der sogenannten “Sozialen” Medien (die gerade nicht “sozial” sind), machen zu lassen. Menschen, die aufrecht und achtsam durch das Leben gehen und andere Menschen akzeptieren. Menschen, die ihr schwankendes Selbstbewußtsein nicht über fantasierte Online Welten wie Facebook oder Instagramm regulieren.

Der Widerstand gegen die Zwangsgebühr ist auch ein Widerstand gegen ein staatlich gefördertes Menschenbild, das auf Abhängigkeit und Entmündigung beruht, auf Menschendressur und Meinungs-Suggestion.

Ein Menschenbild, das vor der Menschenzucht nicht zurückschreckt.

Denn im Zeitalter der Artificial Intelligence wird die Verbindung von Menschen-Dressur und Menschen-Zucht neu-interpretiert werden. Und ein Menschenbild fördern, das sich neben den Möglichkeiten, Gene zu modifizieren auch der neuen technologischen Entwicklungen bedient, die einen Zwitter von Mensch und Technik hervorbringen wird.

Welche Verbrechen, welche Greuel, welche Höllen wird diese Welt hervorbringen?

Die Grundlagen sind längst gelegt. Niemand macht sich heute noch Gedanken über die ethischen Dimensionen dieser neuen Welt. Und wer sich Gedanken macht, wird durch die reflexhaft durchgesetzte Priorität wirtschaftlicher und technologischer Sachzwänge rasch zum Schweigen gebracht.

Der politisch festgesetzte fiktive Medienkonsum, die Tatsache, daß Bürger gezwungen werden, diese Täuschung mitzutragen und ihre eigenen Interessen und Absichten verleugnen, und keine Möglichkeit haben, sich zur Wehr zu setzen – es sei denn sie sind, welch ein menschenverachtender Zynismus, nachweislich blind und taub (!), ist nur ein winziger Mosaikstein auf dem Weg in diese Zukunft. Auch diesmal wird sich die gefährliche Verbindung von Brutalität und Dummheit bestätigen, die, von politischen Eliten und Machthabern getragen, in den Kulturen schon so viel Unheil angerichtet hat. Deutschland hätte hier – nicht zuletzt vor dem Hintergrund seiner umstrittenen Geschichte mit ihren zahlreichen Kriegen und als Mitverantwortlicher zweier Weltkriege, eine wichtige Rolle bei der Verteidigung der Menschenrechte einnehmen können. Dies ist nicht geschehen. Im Gegenteil: Kein anderes Land – von den üblichen Diktaturen abgesehen – hat sich in Europa in so rücksichtsloser, allen Argumenten gegenüber uneinsichtiger Weise über den grundlegenden Vertrag mit seinen Bürgern hinweg gesetzt, als Deutschland und seine neue Berliner Politiker-Riege, die sich eitel und selbstgerecht um ihre eigenen Traumwelten dreht.

Darunter Personen, die bei jeder Gelegenheit Phrasen über die Verbrechen der Nationalsozialisten absetzen, um sich Vorteile zu verschaffen – ohne je begriffen zu haben, daß sie selbst es sind, die in ihrer eigenen Zeit neue Verbrechen an der Menschheit vorbereiten und dabei sind, die Verbrechen der Vergangeheit, die zu bekämpfen sie vorgeben, in der Gegenwart, in blindem Gehorsam, aber auf höherem technischen Niveau – gerade wiederholen. Und dabei jedweden Respekt vor anderen Menschen und deren Individualität verloren haben.

Alternativlos” ist eine Suggestion, die ein Ziel hat: andere mundtot und rechtlos zu machen

Der Widerstand gegen die Gleichschaltung des Medienkonsums, die an der Zwangsgebühr deutlich wird, richtet sich gegen die Arroganz jener Meinungsführer, die der Allgemeinheit vermeintliche Handlungszwänge einreden, um andere über ihre wahren Motive und Ziele zu täuschen.

Dahinter steht der Wille zur totalen Kontrolle des anderen. Die effektivste Methode Menschen als “rechtlos” zu definieren, ist ihnen ihre Handlungsmöglichkeiten zu nehmen und ihnen auszureden, je welche gehabt zu haben. Dies ist eine Täuschungsmethode, die Folterer anwenden, um ihre Opfer zur Kooperation zu zwingen. Mit der Politik der manipulativ eingesetzten vermeintlichen “Alternativlosigkeit” ist der Bürger zum Untertan nach totalitärem Muster gemacht worden. Politiker, die Bürger in dieser Weise behandeln, haben sich längst der Verantwortung entzogen. Wo keine Alternative ist, muß man sich um Zustimmung oder Ablehnung nicht mehr kümmern. Ebensowenig um Schäden. Die Verantwortung liegt bei okkulten Zwängen und Machtkonstellationen. Das Opfer hat sich selbst zu entsorgen. Die Komplizen haben den Schlüssel in die Zukunft gefunden. Einschließlich des zu erwartenden Mißbrauchs der Artificial Intelligence.






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